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Vortrag: Warane – Lebensweise und Haltung in menschlicher Obhut

Warane 

Thilo Böck, Leiter der DGHT AG Warane & Krustenechsen, entführt in die faszinierende Welt der Warane. Sie zählen zu den intelligentesten Reptilien unseres Planeten und besiedeln zahlreiche Lebensräume der Alten Welt. Ihre Haltung in Menschenhand erfordert ein umfangreiches Wissen über ihre Biologie und technische wie handwerkliche Grundlagen zur Realisierung tiergerechter Terrarien. Insbesondere Großwarane erfordern überdies auch ein entsprechendes Platzangebot. Mit dem nötigen Wissen ausgestattet, ist eine tiergerechte Haltung jedoch möglich. Wie die unterschiedlichen Lebensräume tatsächlich funktionieren und Möglichkeiten, wie sie nachzubauen sind, all das beinhaltet dieser Vortrag.

Vortragender: Thilo Böck

Ort: Bibliothek der Herpetologischen Sammlung, NHM Wien, Eingang Burgring 7, 1010 Wien

Datum: Donnerstag, 25. April 2019:  18.30 - 19.30 Uhr

Gäste sind herzlich willkommen!

Foto: THILO BÖCK Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

ÖGH Exkursionen 2019

Die Österreichische Gesellschaft für Herpetologie bietet in diesem Jahr verstärkt Exkursionen an. Schwerpunkt der diesjährigen Exkursionen ist das Amphib des Jahres 2019 – der Bergmolch (Ichthyosaura alpestris). Wir bitten um zeitgerechte Anmeldung. Herzlichen Dank an alle ÖGH-Mitglieder, die sich bereit erklärt haben, Exkursionen durchzuführen.

Exkursionen Symbolbild

 Überblick zu allen ÖGH Exkursionen 2019 als pdf

 

  • Mittwoch, 1. Mai

Werner Kammel, ÖGH Landesgruppe Steiermark

Steiermark: Exkursion nach Gossendorf

Die Exkursion führt zu einem "hot spot" heimischer Amphibien und Reptilien (zumindest 13 Arten, darunter Mauer- und Smaragdeidechse), dem aufgelassenen Trass-Steinbruch Gossendorf (Gemeinde Feldbach) am Gleichenberger Kogel im südoststeirischen Vulkanland; reine Gehzeit 1 Stunde.

Treffpunkt: GH Kulmberghof, Gossendorf; Dauer: 10.00 – ca. 13.00 Uhr; anschließend Möglichkeit zum Mittagessen. Teilnahmezahl: unbeschränkt. Bei Interesse an einer Fahrgemeinschaft/Mitfahrgelegenheit wird gebeten, dies per Mail kundzutun. Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Mittwoch, 1. Mai bis Sonntag, 5. Mai

Thomas Bader & Johannes Hill

Kroatien: Exkursion nach Dalmatien

Die Reise erfolgt mit privaten PKWs. Begrenzte Teilnehmerzahl (ausschließlich ÖGH Mitglieder).

Anmeldefrist 22.03.2019, Anmeldung und Information: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 Leider bereits ausgebucht!

  • Samstag, 4. Mai

Werner Krupitz, HerpAG Salzburg

Salzburg: Kreuzottern-Exkursion zum Seewaldsee bei St. Koloman

Anmeldung und Information: Peter Kaufmann, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Freitag, 10. Mai

Manuela Jenicek

Niederösterreich: Exkursion zum "Schlangenfelsen" im Nationalpark Thayatal

Öffentliche Anreise aus Wien ist grundsätzlich möglich, mit dem Zug bis Retz und dann mit dem Bus bis zum Nationalpark Zentrum. Anmeldung erforderlich: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Samstag, 11. Mai

Karin Ernst in Zusammenarbeit mit Arge NATURSCHUTZ

Kärnten: Exkursion II "Bergmolch – Lurch des Jahres 2019"

10.00 – ca. 14.00 Uhr, Kirchbachgraben (Gailtal). Treffpunkt: Pfarrkirche Kirchbach im Gailtal, Kirchbach 39, 9632 Kirchbach. Teilnehmerzahl: mind. 5, max. 20. An- bzw. Abmeldung ist erforderlich: www.arge-naturschutz.at/termine

  • Samstag, 11. Mai

Florian Bacher

Niederösterreich: Das Helenental – Lebensraum für Würfelnatter, Grasfrosch & Co.

Der genaue Treffpunkt wird noch bekanntgegeben. Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Samstag, 11.Mai & Sonntag, 12. Mai

Peter Kaufmann, HerpAG Salzburg

Salzburg: Erster Salzburger Herpathon – 24 Stunden Kartierungswettbewerb

Amphibien- und Reptilienkartierungswettrennen im Zeichen des Naturschutzes. Anmeldung und Information: Peter Kaufmann, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Donnerstag, 16. Mai bis Sonntag, 19. Mai

Werner Kammel, ÖGH Landesgruppe Steiermark

Kroatien: Exkursion auf die Insel Krk

Leider bereits ausgebucht!

  • Samstag, 25. Mai

Andreas Maletzky

Salzburg: Länderübergreifende Exkursion der ÖGH und der HerpAG zum Lurch des Jahres: Bergmolch am Ameisensee in Abtenau

Treffpunkt: 8.45 Uhr, Parkplatz zwischen B166 und Rußbach bei Hallenstein (Gemeinde Abtenau). Von Abtenau kommend Richtung Rußbach und Gosau auf der B166 Pass Gschütt Straße, gegenüber Pointinger Baustoffe die Abzweigung nach rechts in Richtung Tennishalle Rosenkranz, direkt nach Abzweigung, Parkplatz zwischen B166 und Rußbach. Dauer: ganztägig; wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk, Fernglas, Rucksack mit Jause und gute Laune nicht vergessen! Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Sonntag, 9. Juni

Susanne Stückler, Silke Schweiger & Ria Sonnleitner

Niederösterreich: Amphibien und Reptilien der Waldviertler Moorlandschaft

Treffpunkt: 10.00 Uhr, Parkplatz des Besucherzentrums UnterWasserReich in Schrems (Moorbadstraße 4, 3943 Schrems). Tagesproviant bitte mitnehmen! Es gibt auch Einkaufsmöglichkeiten in Schrems. Bei spontanem Schlechtwetter kann auch eingekehrt werden ("Waldviertler Sepp"). Die Reise erfolgt mit privaten PKWs. Anmeldung erforderlich (begrenzte Teilnehmerzahl): Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

  • Samstag, 15. Juni

Karina Smole-Wiener in Zusammenarbeit mit der Arge NATURSCHUTZ

Kärnten: Exkursion III "Bergmolch – Lurch des Jahres 2019"

10.00 – ca. 13.00 Uhr, Klippitztörl. Treffpunkt: Schwarzkogelhütte, Kliening 50, 9462 Bad St. Leonhard. Teilnehmerzahl: mind. 5, max. 20. An- bzw. Abmeldung ist erforderlich: www.arge-naturschutz.at/termine

  • Sonntag, 16. Juni

Gerda Ludwig, Florian Glaser & Peter Morass, ÖGH Landesgruppe Tirol

Tirol: Bergmolchexkursion ins Fotscher Tal

Wir unternehmen eine Tageswanderung in das Fotscher Tal und wollen dabei auch Freilanddaten zu den dort lebenden Bergmolchen erheben. Gerda führt hier seit vielen Jahren Forschungen an Grasfrosch & Co. durch und kennt das Gebiet wie ihre Westentasche. Der Anstieg beträgt ca. 2 Stunden und setzt eine gute körperliche Grundkondition voraus. Festes Schuhwerk, warme Kleidung, Regenschutz, Proviant und ausreichend Wasser nicht vergessen! Bitte keine Hunde! Die Teilnahme erfolgt auf eigene Verantwortung und Gefahr! Genaueres zu Organisation und Treffpunkt wird rechtzeitig auf der Homepage bekannt gegeben: https://www.herpetozoa.at/index.php/landesgruppen/regionalgruppe-tirol

Der Bergmolch - Lurch des Jahres - in Österreich

Der Bergmolch (Ichthyosaura alpestris) ist eine zentraleuropäische Amphibienart, die mit verschiedenen Ausläufern, isolierten Populationen und aktuell sechs anerkannten Unterarten bis in die nördliche Bretagne, Nordspanien, die Karpaten, südwärts bis Mittel- und Süditalien sowie über den Balkan bis auf die Peloponnes in Griechenland vorstößt.

Bergmolch Ichthyosaura alpestris
In Österreich ist er die am weitesten verbreitete Schwanzlurchart Österreichs und kommt in allen Bundesländern vor. Der Verbreitungsschwerpunkt liegt im Hügelland und in den Gebirgen der westlichen bzw. zentralen Landesteile, während die Vorkommen Richtung Norden und vor allem Osten ausdünnen. In den Tieflagen im Osten Niederösterreichs, dem Nord- und Mittelburgenland fehlt die Art. Die östliche Verbreitungsgrenze verläuft durch die Stadt Wien bzw. das südliche Burgenland. Verbreitungslücken in Teilen von Ober- und Niederösterreich (Inn-, Mühl- und Waldviertel), oder den Zentralalpen lassen sich wohl vielfach durch Kartierungsdefizite erklären. Die Höhenverbreitung verläuft zwischen 200 m ü. NN in Wien und 2.380 m ü. NN am Reißeck in den Kärntner Zentralalpen. Bekannte große Einzelvorkommen mit mehreren Tausend adulten Individuen stammen durchwegs aus Seen und Feuchtgebieten in Seehöhen über 1.000 m ü. NN., wie etwa am Ameisensee, am Vorderschlumsee, oder im Weißpriachtal im Bundesland Salzburg.

Bergmolch Karte

Der typische Lebensraum des Bergmolches in Österreich besteht aus größtenteils lichten, gut strukturierten Laub- und Mischwäldern mit erhöhtem Totholzanteil, oder Komplexen aus Zwergstrauchheiden, Feuchtgebieten bzw. Mooren oberhalb der Waldgrenze. Wesentlich ist ein dichtes Gewässernetzwerk. Ein Schlüsselfaktor im Landlebensraum ist neben hoher Bodenfeuchte die Verfügbarkeit von reichlich Versteckplätzen in Form von liegendem Totholz oder Lückensystemen z.B. in überwuchertem Geröll. Sehr unterschiedliche Typen von Laichgewässer werden genutzt. Einerseits handelt es sich um kleinere, oft nur temporär Wasser führende Stillgewässer wie (Wagenspur-)Tümpel, Quellstaue, Stillbereiche von Entwässerungsgräben oder Pfützen. Andererseits werden, vor allem in höheren Lagen, auch größere Gewässer genutzt, sofern sie fischfrei sind und eine ausreichende Strukturierung aufweisen.

Bergmolch Ichthyosaura alpestris Habitat

Typische syntope Amphibienarten sind der Grasfrosch (Rana temporaria) – dessen Eier vor allem in Gebirgspopulationen eine überaus wichtige Nahrungsquelle für die Molche darstellen - und die Erdkröte (Bufo bufo), in mittleren Seehöhen auch die Gelbbauchunke (Bombina variegata) und der Feuersalamander (Salamandra salamandra). Umgekehrt sind im Verbreitungsgebiet in Laichgewässern von Kamm- (Triturus cristatus s.l.) und Teichmolchen (Lissotriton vulgaris) zumeist auch Bergmolche zu finden.

Bezüglich der Jahresaktivität sind in Österreich Nachweise von Adulttieren aus allen 12 Monaten dokumentiert. Die deutliche Mehrheit aller Beobachtungen fällt in den Zeitraum Ende März/Anfang April bis Mitte/Ende August und erstreckt sich somit über gut fünf Monate mit Schwerpunkt in der ersten Hälfte dieser Zeitspanne. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Tiere im oder am Laichgewässer. Nachweise von Larven sind von Mitte April bis Ende Oktober dokumentiert, mit Schwerpunkt zwischen Ende Juni und Anfang September. Im Toten Gebirge (Kalkalpen im Grenzgebiet von Oberösterreich und Steiermark) durchgeführte Studien zum Alter von Bergmolchen mittels Skeletochronologie bzw. Langzeitmarkierungen zeigten, dass die Geschlechtsreife erst mit rund 10 Jahren eintritt und ein Maximalalter von rund 30 Jahren erreicht werden kann.

Wie alle in Österreich beheimateten Amphibienarten gilt für Individuen bzw. Lebensräume des Bergmolches in allen neun Bundesländern ein strenger Schutz. In der nationalen Roten Liste wird die Art als "Gefährdung droht" ("near threatened") gelistet. Aussagen über die Bestandsentwicklung des Bergmolches sind allerdings kaum möglich, da entsprechende Monitoringprojekte fehlen. Die Gefährdungsfaktoren sind, auch aufgrund der weiten Verbreitung in verschiedenen Lebensraumtypen, mannigfaltig. Es handelt sich um den laufenden Verlust bzw. die Degradierung von Laichgewässer durch Verfüllung, Trockenlegung, Fischbesatz oder Eutrophierung (Gülle). Weiters die massive Nutzungsintensivierung in der Land- und Forstwirtschaft, inklusive des Einsatzes von Pestiziden und der verstärkten Nutzung von Flächen im Gewässerumfeld. Die laufende Lebensraumzerschneidung durch das wachsende (Forst-)Straßennetzwerk sowie die strukturelle „Ausräumung“ der Landschaft, führen wiederum zu immer weniger Wanderkorridoren bzw. Trittsteinen in Form von Wegrainen, Waldsäumen oder Ufergehölzen.

Broschüre

Flyer

Kinder-Broschüre

Poster

Embryonalentwicklung des Lurches des Jahres auf Youtube

Fotos Christoph Riegler: Bergmolch Männchen, Habitat in den Hohen Tauern. Verbreitungskarte Bergmolch (Quelle NHM Wien)

Der Amphibienpilz Batrachochytrium salamandrivorans (Bsal)

 

Bsal

Eine neue Bedrohung für Salamander und Molche

Der hoch infektiöse, parasitische und bis vor kurzem unbekannte Hautpilz Batrachochytrium salamandrivorans wurde im Jahr 2013 erstmals in den Niederlanden nachgewiesen. Der „salamanderfressende“ Chytridpilz, benannt nach seinem Wirtstier, dem Feuersalamander, verursachte bisher Massensterben bei Feuersalamandern in Belgien, den Niederlanden und kürzlich auch in Deutschland. Im Zuge der Globalisierung wurde der Pilz vermutlich aus Asien eingeschleppt. Der Pilz ist für Menschen ungefährlich!
Obwohl in Österreich bislang noch kein Bsal nachgewiesen werden konnte, herrscht Alarmbereitschaft. Feuer- & Alpensalamander sowie alle heimischen Molcharten (Teich- und Fadenmolche, Donau-, Nördliche- und Alpenkammmolche und Bergmolche) sind von diesem Hautpilz bedroht. Der Erreger kann in feuchtem Erdsubstrat (und anderen Materialien) und Wasser überdauern und auf diese Weise einfach verschleppt werden. Frösche erkranken nicht, können die Seuche aber übertragen.
Krankheiten und Tod sind Teil des Lebens. Allerdings stellt dieser hoch infektiöse Krankheitserreger eine existenzielle Bedrohung für einen Großteil der heimischen Amphibienfauna dar – wodurch ganze Populationen ausgerottet werden könnten.


Auf dieser Seite finden Sie wichtige Informationen, wie Sie unsere Schutzmaßnahmen unterstützen können.

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Bild: Frank Pasmans