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Neues von der Herpetologischen Arbeitsgemeinschaft Tirol

 

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Das Jahresprogramm 2018 der Herpetologischen Arbeitsgemeinschaft an den Tiroler Landesmuseen ist fertig. Herzlichen Dank an unsere Kolleginnen und Kollegen von der Arbeitsgemeinschaft Tirol, die wieder ein spannendes Programm zusammengestellt haben. 

 

Jahresprogramm 2018 ARGE Tirol

 

Bild: C. Riegler

 

Vortrag: Ein Versuch zur Ansiedlung von Pseudemydura umbrina außerhalb ihres natürlichen Lebensraumes

 

Pseudoemydura neu

 

Ein Versuch zur Ansiedlung von Pseudemydura umbrina außerhalb ihres natürlichen Lebensraumes: Makro-Invertebrata Gesellschaften, Biomasse und Schildkrötenernährung

Der natürliche Lebensraum von Pseudemydura umbrina (SIEBENROCK 1901) ist durch zahlreiche Gründe, wie Habitatfragmentierung oder Klimaerwärmung, stark gefährdet. Aufgrund dessen wurde ein 12-monatiger Versuch zur Ansiedlung dieser stark gefährdeten Schildkrötenart außerhalb ihres natürlichen Lebensraumes durchgeführt.

Katja SCHMÖLZ

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Ort: Bibliothek der Herpetologischen Sammlung, NHM Wien, Eingang Burgring 7, 1010 Wien

Datum: Mittwoch, 30. Mai 2018:  18.30 - 19.30 Uhr 

Die Moorfrosch-Expedition der ÖGH 2018

Am Samstag den 31.März um 10 Uhr war es so weit. Cornelia Gabler „funkte“: Sie sind da! Noch am Donnerstag davor ließ sich kein Moorfrosch, zumal kein Blauer am Laichgewässer in Stockerau blicken, aber am Samstag waren sie da. Das Wetter nach all den Kapriolen der letzten Wochen noch immer nicht prickelnd, aber gut genug um die Rana arvalis wolterstorffi endlich in Balzstimmung zu versetzen. Unmittelbar nach der Entdeckung am Samstag wurde ein Rundmail an die zur Exkursion Angemeldeten ausgesandt, das zum einen zu einer Spontanführung noch am selben Tag um 14 Uhr lud und zum anderen gleichzeitig einen zweiten Termin am Montag den 2. April 9 Uhr in Stockerau anbot. Für den (Oster-)Sonntag war die Wetterprognose eher schlecht und auch die Aussicht mit dem geschenkebringenden Hasen konkurrieren zu müssen versprach nur bescheidene Resonanz.

Moorfrosch

Und so konnten am Montag letztlich auch mehr als 20 Interessierte einem spektakulären Ereignis bei (hinreichend) gutem, teilweise sonnigem Wetter beiwohnen. An beiden aufgesuchten Laichgewässern konnten Hundertschaften der hochmotivierten, blitzblauen Männer der Moorfrösche rufend und balzend angetroffen werden und unter der sachkundigen Leitung von Cornelia Gabler sanft und störungsarm auch hervorragend beobachtet werden (Cornelia gilt unser besonderer Dank für die zeitaufwendige und engagierte Vorbereitung dieser Expedition!).

Wer gedacht hat, dass die Kollegen aus Salzburg den weitesten Weg auf sich genommen haben, irrt: Selbst aus dem fernen Dresden fanden sich Besucher ein, die eigens für die Moorfroschhochzeit nach Stockerau geeilt waren.
Nicht nur für die, die diesem Ereignis das erste Mal beiwohnen durften, war dies wohl ein besonderer Tag: An dieser alljährlichen Sensation kann man sich kaum satt sehen!

Nur wenige Tage im zeitigen Frühjahr dauert die Laichzeit der heimischen Moorfrösche (Rana arvalis wolterstorffi). Die männlichen Frösche finden sich dabei zu großen Gruppen zusammen und beeindrucken durch ihre bei Sonnenschein intensiv himmelblaue Färbung: Dass die blaue Färbung nicht dazu dient den Weibchen zu imponieren, sondern der Fehlpaarungsvermeidung, wiesen österreichische Wissenschaftler nach: https://homepage.univie.ac.at/walter.hoedl/Sztatecsny_etal._2012_Behav.Ecol.Sociobiol.pdf

Weitere Informationen zum Moorfrosch mit Bildern:
http://www.herpetofauna.at/

Fotos:  Thomas Wampula, Peter Kaufmann, Richard Kopeczky

1. Wiener Schildkrötentag

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Am 28. April 2018 findet an der Veterinärmedizinischen Universität Wien der 1. Wiener Schildkrötentag der Internationalen Schildkrötenvereinigung (ISV) statt.

Veranstaltungsprogramm

Der Amphibienpilz Batrachochytrium salamandrivorans (Bsal)

 

Bsal

Eine neue Bedrohung für Salamander und Molche

Der hoch infektiöse, parasitische und bis vor kurzem unbekannte Hautpilz Batrachochytrium salamandrivorans wurde im Jahr 2013 erstmals in den Niederlanden nachgewiesen. Der „salamanderfressende“ Chytridpilz, benannt nach seinem Wirtstier, dem Feuersalamander, verursachte bisher Massensterben bei Feuersalamandern in Belgien, den Niederlanden und kürzlich auch in Deutschland. Im Zuge der Globalisierung wurde der Pilz vermutlich aus Asien eingeschleppt. Der Pilz ist für Menschen ungefährlich!
Obwohl in Österreich bislang noch kein Bsal nachgewiesen werden konnte, herrscht Alarmbereitschaft. Feuer- & Alpensalamander sowie alle heimischen Molcharten (Teich- und Fadenmolche, Donau-, Nördliche- und Alpenkammmolche und Bergmolche) sind von diesem Hautpilz bedroht. Der Erreger kann in feuchtem Erdsubstrat (und anderen Materialien) und Wasser überdauern und auf diese Weise einfach verschleppt werden. Frösche erkranken nicht, können die Seuche aber übertragen.
Krankheiten und Tod sind Teil des Lebens. Allerdings stellt dieser hoch infektiöse Krankheitserreger eine existenzielle Bedrohung für einen Großteil der heimischen Amphibienfauna dar – wodurch ganze Populationen ausgerottet werden könnten.


Auf dieser Seite finden Sie wichtige Informationen, wie Sie unsere Schutzmaßnahmen unterstützen können.

Allgemeine Informationen

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Bild: Frank Pasmans