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31. Jahrestagung 24. - 26. Jänner 2020

 Kaulquappen

Die nächste Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie findet vom 24. bis 26. Jänner 2020 im Naturhistorischen Museum Wien statt.

Vortragsprogramm

ORGANISATION:  Silke Schweiger & Georg Gassner & Thomas Bader

Richtlinien für Vortragende

  • Ca. 25 Min. Redezeit (Abweichungen nach Rücksprache mit dem Tagungskomitee)
  •  Mit der Anmeldung des Vortrags ist ein Abstract einzureichen (Umfang: 700 Zeichen inklusive Leerzeichen). 
  • Zusammen mit dem Abstract sind zwei vortrags- relevante Abbildungen mitzusenden. (Auflösung mindestens 300 dpi bei einer Wiedergabegröße von 40 mm x 60 mm)

TAGUNGSORT: Naturhistorisches Museum Wien Burgring 7, A-1010 Wien

Alle Vorträge finden im Großen Vortragssaal des Naturhistorischen Museums Wien statt

Der abendliche Ausklang findet an beiden Abenden im Gasthaus Plutzer Bräu statt.

Ort: Schrankgasse 2 / Ecke Stiftgasse, A-1070 Wien

Unterschiedliche Themenschwerpunkte werden im Rahmen der dreitätigen Tagung behandelt

  • Wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Forschungsbereich der Herpetologie
  • Schutz von Amphibien und Reptilien und ihrer Lebensräume
  • Feldherpetologische Studien und Reiseberichte
  • Gesetzliche Bestimmungen bezüglich Haltung, Zucht, Transport, Erwerb und Behandlung von Reptilien und Amphibien
  • Haltung, Zucht und Krankheiten von Amphibien und Reptilien
  • Planung, Bau, Technik und Einrichtung von Vivarien

Für Mitglieder der ÖGH gibt es eine ermäßigte Tagungsgebühr. Referenten sind von der Tagungsgebühr befreit.

Das Rahmenprogramm bietet unterschiedliche Führungen durch das Naturhistorische Museum. Außerdem findet am Freitag ein „Icebreaker“ in den Schauräumen des Naturhistorischen Museums statt.

Eine Verkaufsausstellung für terraristische und herpetologische Literatur der Chimaira Buchhandels GmbH www.chimaira.de bietet in den Pausen die Möglichkeit ausgiebig in Fachliteratur zu stöbern.

Mitglieder der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie erhalten auch ohne Anmeldung das komplette Tagungsprogramm zugesandt. Wenn sie noch nicht Mitglied der ÖGH sind, finden sie das Programm ab Mitte Dezember auf der Homepage der ÖGH.

Hotels in Museumsnähe

http://www.hotel-admiral-wien.at/admiral/de/

http://austrotel.at/hotel-viennart/

http://www.hotelmuseum.at/de.html

http://www.hotelsavoy.at/de/

http://www.hotelkugel.at/

Unterstützer

Logo Zoo Wien Logo NHM Wien Logo Basis Kultur Wien
 
Bilder: Grillitsch, B., Grillitsch, H., Häupl, M. & Tiedemann, F. (1983): Lurche und Kriechtiere Niederösterreichs.
Mit Graphiken von Heidi-Christine Grillitsch. Wien (Facultas), 176 S.
 

6. Tagung der ÖGH – Landesgruppe Steiermark

6. Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie – Landesgruppe Steiermark am Universalmuseum Joanneum

Samstag, 08. Februar 2020, 09.00-13.15, Naturkundemuseum Graz

6. Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie

Tagungsort: Joanneumsviertel: Auditorium (8010 Graz, Zugang Kalchberggasse bzw. Landhausgasse)

FREIER EINTRITT

Aus organisatorischen Gründen wird um ANMELDUNG per E-Mail ersucht: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Detailiertes Tagungsprogramm 2020.

NEU: Das aktuelle Monatsprogramm

Megophrys nasuta

Das neue MONATSPROGRAMM ist jetzt auch online verfügbar. Die ÖGH veranstaltet einmal pro Monat einen Vortrag zu unterschiedlichen herpetologischen Themen. Der Vortrag findet immer in den Bibliotheksräumen der Herpetologischen Sammlung statt. Beginn ist immer (wenn nicht anders angekündigt) um 18 Uhr 30. Gäste sind herzlich willkommen.

Wir freuen uns auf auf ein Wiedersehen bei der Jahrestagung im Jänner!

 

Bildautorin: Silke Schweiger

Die Zauneidechse - Reptil des Jahres 2020

Nach dem Bergmolch 2019 rücken die Deutsche und die Österreichische Gesellschaft für Herpetologie (ÖGH) 2020 wieder ein bedrohtes Reptil in den Fokus: die Zauneidechse. "Lacerta agilis, die 'flinke Eidechse'. 

Charakteristisch für das variabel gezeichnete Reptil, das in Mitteleuropa meist 18 bis 20 Zentimeter Gesamtlänge erreicht, ist neben den prächtig grünen Flanken der Männchen eine braune Rückenfärbung mit dunklen Flecken und drei oft nur angedeuteten weißen Linien.

Zauneidechse Männchen Christoph Riegler OEGH Wachau

Zauneidechsen besiedeln in mehreren Unterarten das zweitgrößte Verbreitungsgebiet aller europäischen Echsen. Es reicht von England bis zum sibirischen Baikalsee und von Mittelschweden bis Griechenland. Zauneidechsen sind relativ anpassungsfähige Reptilien, die keine hohen Ansprüche an ihre Lebensräume stellen. In Österreich besiedelt die Zauneidechse mit Ausnahme der hochalpinen Lagen die Großlandschaften aller Bundesländer. Die Art kommt in Höhenlagen zwischen 115 und 1.700 m vor, Verbreitungsschwerpunkte finden sich in tieferen Lagen unter 500 m. Das Verbreitungsgebiet stößt im westlichen Österreich an seine südliche Arealgrenze, ansonsten schließen die österreichischen Bestände an Vorkommen in den Nachbarländern an.

Verbreitung Zauneidechse

Die Zauneidechse stellt neben der Wald- oder Bergeidechse (Zootoca vivipara) die in Österreich häufigste und am weitesten verbreitete Eidechsenart dar. Die Zauneidechse ist vor allem im Flach- und Hügelland anzutreffen, wo sich auch Menschen bevorzugt niederlassen. Die meisten Beobachtungen in Österreich erfolgen an Waldrändern, Böschungen, auf Ruderalfluren und im Grünland. Der Lebensraum ist durch eine stark entwickelte Krautschicht und fehlende bis mäßig entwickelte Strauch- und Baumvegetation charakterisiert. Dank ihrer Anpassungsfähigkeit ist die Zauneidechse häufig an Bahndämmen, in Steinbrüchen, Weinbergen oder Gärten, Friedhöfen, Industriestandorten sowie Trocken- und Magerrasen zu finden. In solchen Lebensräumen findet die Zauneidechse genügend Nahrung in Form von Insekten und Spinnen.

Zauneidechse Habitat Christoph Riegler OEGH Wachau

Trotz ihrer weiten Verbreitung und der Tatsache, dass die Zauneidechse vielerorts die häufigste Reptilienart darstellt, lassen sich gebietsweise starke Rückgänge der Bestände beobachten. Aktuell wird Lacerta agilis auf der Roten Liste in Österreich unter "Gefährdung droht" geführt, in den meisten Bundesländern gilt sie sogar als gefährdet bzw. stark gefährdet. Gründe hierfür sind beispielsweise die Abtragung von Schotterkörpern stillgelegter Bahnlinien, Umwandlung von Magerrasen in Intensivgrünland oder Ackerflächen, Verbuschung nach Einstellung extensiver Mahd oder Beweidung, Flurbereinigung und der Biozideinsatz in der intensiven Landwirtschaft.

Geeignete Schutzmaßnahmen, um das Überleben der Zauneidechse langfristig zu sichern, sind etwa die Erhaltung sonniger Waldränder und Wegraine, die Vernetzung und Offenhaltung trockenwarmer Lebensräume wie Steinbrüche, Sandgruben oder Trockenmauern. Auch Querungshilfen wie Grünbrücken über Autobahnen bzw. Untertunnelungen oder eidechsengerechte Gestaltungen von Straßenböschungen können den Zauneidechsen helfen. Ein naturnaher Garten, bunte Wiesen und der Verzicht auf Pestizideinsatz fördern die Insektenvielfalt und beleben damit auch den Speisezettel der Zauneidechse. Lichte Stein- und Holzhaufen sowie Sandplätze für die Eiablage in einem wilden Garteneck locken die Sonnenfreundin an und helfen ihr beim Überleben. Um die Zauneidechse dauerhaft im Garten halten zu können müssen die entsprechenden Habitate jedenfalls katzenfrei gehalten werden.

Steckbrief der Zauneidechse – Reptil des Jahres 2020

  • Wissenschaftliche Bezeichnung: Lacerta agilis („flinke Eidechse“)
  • Stämmige Eidechse mit relativ kurzen Beinen
  • Kräftiger, recht deutlich vom Rumpf abgesetzter Kopf
  • Körpergröße vom Alter und Lebensraum der Tiere abhängig
  • Gesamtlänge adulter Tiere um 18–19 cm (maximal 24 cm)
  • Kopf-Rumpf-Länge um 8 cm (maximal 9,6 cm)
  • Braune Rückenoberseite mit drei teilweise aufgelösten weißen Linien
  • weißen Elemente oft von dunklen Flecken eingefasst oder begleitet
  • Ausnahmen sind Schwärzlinge, rotrückige und zeichnungslose Farbvarianten
  • Männchen zur Paarungszeit an den Körperseiten leuchtend grün
  • Verbreitung von England bis Baikalsee, von Mittelschweden bis Griechenland
  • Rote Liste Österreichs „Gefährdung droht“
  • Rote Listen Bundesländer: gefährdet oder stark gefährdet

Broschüre

Flyer

Kinder-Broschüre

Poster

Presseaussendung

Fotos Christoph Riegler: Zauneidechsen Männchen, Habitat in der Wachau: Verbreitungskarte Zauneidechse (Quelle NHM Wien)

Herpetozoa online!

This is the homepage of the new Herpetozoa website, designed and provided by ARPHA.

Am 13. Mai sind die ersten Artikel von Band 32 der Herpetozoa auf der neuen Website veröffentlicht worden. Die Herpetozoa erscheint jetzt als Open Access Journal bei Pensoft, einem international renommierten Fachverlag. Durch die neue Erscheinungsweise wird der Publikationsprozess beschleunigt, auch die Sichtbarkeit der Veröffentlichungen soll in einer Zeit, in der Literatursuche fast nur mehr im Internet stattfindet, deutlich erhöht werden.

https://herpetozoa.pensoft.net/

Die Herpetozoa gilt als das Aushängeschild der ÖGH, und hat ihre Position innerhalb der herpetologischen Fachzeitschriften stetig verbessert. In jüngster Zeit kamen die eingereichten Manuskripte vorwiegend aus Lateinamerika und Vorderasien, zu einem kleineren Teil aus Süd- und Osteuropa, aber kaum mehr aus dem Kreis der Mitglieder der ÖGH. Die neue Publikationsform erlaubt es, jederzeit auf die Beiträge zugreifen zu können, auch mit Tablet oder Smartphone. Die ÖGH bezahlt dem Verlag einen jährlichen Beitrag für die Nutzung der Publikationsplattform, in der Umstellungsphase fallen zusätzliche Kosten an. Am Jahresende soll der Band auch im Druck erscheinen; er wird aber auch für Mitglieder nicht kostenfrei erhältlich sein können. Details dazu werden im Herbst bekanntgegeben.

Wir hoffen, dass die attraktive Präsentation und rasche Veröffentlichung auch wieder mehr Autorinnen und Autoren aus den Reihen der ÖGH davon überzeugen werden, ihre Arbeiten hier zu veröffentlichen.


Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen!

Pensoft Press Release 15-May-2019