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19. Europäischer Herpetologen-Kongress der SEH in Salzburg

SEH

Der 19. Europäische Herpetologen Kongress der SEH (Societas Europaea Herpetologica) findet von 18. bis 23. September an der Naturwissenschaften Fakultät der Universität Salzburg statt.
Es wird von der Universität Salzburg, Abteilung für Ökologie und Evolution, veranstaltet und von der Herpetologischen Arbeitsgruppe des Naturwissenschaftlichen Museums Haus der Natur Salzburg (HerpAG) und der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie (ÖGH) unterstützt.
Der Kongress wird vier Hautpvorträge, Vortragsblöcke und Workshops zu verschiedenen Feldern der Herpetologie (z.B. Anuran Larvae, Micro-CT, Phylogeographie europäischer Amphibien und Reptilien, Batrachchytrium salamandrivorans), Exkursionen und reiches soziales Programm beinhalten.
Registrierung und Anmeldung von Beiträgen sind bereits möglich.

Weitere Informationen finden sie unter

SEH 2017

SEH

 

Mitmachen beim Citizen Science Award 2017

Ringelnatter

Bereits über 7.000 Personen aus ganz Österreich forschten im Rahmen des Citizen Science Awards um die Wette. Auch heuer lädt das BMWFW interessierte Bürgerinnen und Bürger zum Mitforschen ein!   Von 1. Mai bis 30. Juni 2017 sind Schulklassen und Einzelpersonen eingeladen, bei einem von acht ausgewählten Citizen Science-Projekten mitzuforschen. Das Naturhistorische Museum Wien beteiligt sich mit dem Projekt „Amphibien und Reptilien in Österreich unter Beobachtung“ am Citizen Science Award 2017.

Seit 35 Jahren werden im NHM Wien Angaben über die historische und rezente Verbreitung der Amphibien- und Reptilienarten in Österreich gesammelt. Alle Verbreitungsdaten sind in der Herpetofaunistischen Datenbank Österreichs dokumentiert (gegenwärtiger Datenstand: rund 110.000 Fundmeldungen). Im Sammeln von Funddaten ist die Herpetologische Sammlung auch auf die Mithilfe zahlreicher Freiwilliger angewiesen, die ihre Fundmeldungen und Beobachtungen zur Verfügung stellen.

Die Website www.herpetofauna.at, auf der man Amphibien- bzw. Reptilienbeobachtungen online melden kann, wurde vor ca. 15 Jahren von engagierten „Citizen Scientists“ gegründet und seither ehrenamtlich betreut. Bis jetzt wurden mehr als 20.000 Fundmeldungen von „Citizen Scientists“ in die Herpetofaunistische Datenbank des NHM Wien aufgenommen.

Melden sie von 1. Mai bis 30. Juni 2017 ihre Beobachtungen von Amphibien und Reptilien und gewinnen sie tolle Preise!

 

Weitere Informationen finden sie unter

Naturhistorisches Museum Wien - Mitmachen

Österreich forscht

 

Vortrag: Entdecken Sie die Tierwelt in den Blumengärten Hirschstetten: Ein Zoo der Wiener Stadtgärten

BlumengärtenPflanzen und Tiere gehören in den Blumengärten Hirschstetten zusammen. Daher wurde ein spezieller Themengarten angelegt, der mehrere Gehege von Land- und Wasserschildkröten umfasst. Die Freilandanlagen sind ganz nach den Bedürfnissen der Tiere gestaltet.

RONALD LINTNER1

1 Blumengärten Hirschstetten, Quadenstraße 15, 1220 Wien, Österreich, ronald.lintner[at]wien.gv.at
 
 
Ort:
Bibliothek der Herpetologischen Sammlung, Naturhistorisches Museum Wien,
Eingang Burgring 7, 1010 Wien
 
Datum:
Mittwoch, 26. April 2017, 18:30 Uhr
 
 

Die ÖGH-Expedition zu den Blauen Fröschen der Stockerauer Au 2017

Kurz vor dem Wochenende zu 18. und 19. März war es so weit: Cornelia Gabler hatte nach wiederholten Kontrollgängen das Anwandern der Moorfrösche (Rana arvalis wolterstorffi) ans Laichgewässer festgestellt und die zur Exkursion Angemeldeten wurden alarmiert. So fanden eine „Vorexpedition“ am Samstag bei schlechtem Wetter und die Hauptexkursion mit guter Prognose am Dienstag darauf statt. Sechs Personen konnten am Samstag zwar noch nicht optimal blaue Frösche beobachten, aber sehen konnte man sie und bläulich waren sie auch darüber hinaus  kreuzte ein Moorfrosch und ein Springfrosch den Weg  der Gruppe – den Ausflug hat wohl niemand bereut. 

Am Dienstag durfte sich eine zwölfköpfige Runde über hunderte himmelblaue Moorfrösche in Hochbrunft freuen! Ganz vorsichtig und von Cornelia Gabler hervorragend angeleitet, konnten die Exkursionsteilnehmer recht nahe an die Tiere – selbst wer schon viele Frösche gesehen hat – das war schon ein besonderes Erlebnis! 

Fotos: Karin Ernst, Kai Kolodziej, Georg Gassner & Thomas Wampula

Exkursion: Herpetologische Exkursion zum Vrana-See

ExkursionVranaDie Exkursion ist ausgebucht, leider sind keine weiteren Anmeldungen möglich.

Die jährliche ÖGH-Exkursion der Fachgruppen Feldherpetologie und Schlangen führt uns dieses Frühjahr nach Norddalmatien zum Vrana-See und dessen Umgebung. Auf Grund der sehr nahe beisammen liegenden unterschiedlichen Lebensräume können praktisch alle Amphibien- und Reptilienarten des mediterranen Küstenstreifens beobachtet werden. So beherbergt das Gebiet z. B. eine der dichtesten Populationen der Griechischen Landschildkröte in Kroatien. Weitere zu erwartende Arten sind auch die Vierstreifen- und Leopardnatter sowie der Scheltopusik und die Würfelnatter. Leider ist das Gebiet stellenweise vermüllt, aber genau diese Örtlichkeiten sind ja des Feldherpetologen „Lieblingsplätze“.
Dieses Gebiet war bereits 2013 Ziel einer ÖGH-Exkursion, ein Reisebericht dazu ist in ÖGH-Aktuell, Ausgabe 34 nachzulesen.

Die Reise erfolgt mit Privat-PKWs. BegrenzteTeilnehmerzahl (ausschließlich ÖGH-Mitglieder)

Weitere Informationen

JOHANNES HILL1,3 & MARIO SCHWEIGER 1,2

1 Österreichische Gesellschaft für Herpetologie, Burgring 7, 1010 Wien, Österreich
2 Am Katzelsberg 4, 5162 Obertrum am See, Österreich, office[at]vipersgarden.at;, www.vipersgarden.at
3 www.herpetofauna.at, johannes.hill[at]herpetofauna.at
 
 
Datum:
Freitag, 28. April bis Dienstag, 02. Mai 2017
 
 

Österreichischer Forschungsfonds für Herpetologie (ÖFFH)

Der Tiergarten Schönbrunn und die Österreichische Gesellschaft für Herpetologie (ÖGH) vergeben jährlich Geldmittel aus einem Forschungsfonds in der Höhe von 5.000 Euro (erstmals 2016). Gefördert wird Grundlagenforschung an Amphibien und Reptilien. Voraussetzung für die Förderung ist ein Bezug zu Österreich. Das heißt, es stehen entweder heimische Amphibien und Reptilien im Zentrum der Forschung, der Wissenschafter ist aus Österreich oder die Arbeit wird an einer österreichischen Universität durchgeführt. Die Finanzierung kann einem Projekt zufallen oder auf mehrere aufgeteilt werden. Anträge können jeweils bis 30. September eingereicht werden. Die Projektanträge können per email, mit dem Betreff „Forschungsfonds“, an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gesendet werden. Über die gestellten Anträge wird bis zum 30. November durch eine Gutachterkommission entschieden. Vergabekriterien sind Qualität und Durchführbarkeit des Projekts. Das oder die geförderten Projekte werden auf der Jahrestagung der ÖGH der Öffentlichkeit bekanntgegeben und die Begünstigten stellen ihre Projekte vor. Die detaillierten Einreichmodalitäten sind in den ÖFFH-Richtlinien zu finden

Der ÖFFH 2016

2016 konnten Wissenschafter erstmals um die Gelder aus dem Österreichischen Forschungsfonds für Herpetologie ansuchen. Aus den gestellten Anträgen wurden von der Gutachterkommission zwei Begünstigte gewählt. Da die Summe beider Projekte unter den zur Verfügung stehenden 5.000 € beträgt, konnten beide zur Gänze gefördert werden. Wir gratulieren den Fondsbegünstigten Karin Ernst zum einen, zum anderen Eva Ringler und Andrius  Pašukonis und freuen uns auf die Ergebnisse ihrer Forschung.

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Abstracts der Projekte:

1) Species´ distribution modeling and field survey on Iberolacerta horvathi (MÉHELY, 1904) in Austria (Karin Ernst)

Modellierung und Überprüfung potentieller Verbreitungsgebiete von Iberolacerta horvathi (MÉHELY, 1904) in Österreich - Vorhergesagte und realisierte Nischen unter Berücksichtigung topographischer, geologischer und bioklimatischer Parameter

I. horvathi Christoph Riegler

Das Ziel dieser Studie ist, neue Erkenntnisse über die bevorzugten ökologische Nischen und die aktuelle Verbreitung der Kroatischen Gebirgseidechse Iberolacerta horvathi (MÉHELY, 1904) innerhalb Österreichs zu gewinnen. Eine aussagekräftige Vorhersage wird mittels Modellierung der potentiellen Verbreitung (SDM – Species‘ distribution modeling) für Österreich getroffen und dargestellt. Für die korrelative Modellierung werden  artspezifische Habitat-Präferenzen unter Berücksichtigung geologischer, topografischer, bioklimatischer und ökologischer Variablen, basierend auf Daten bisher bekannter Fundorte implementiert und analysiert. Eine anschließende Freilandstudie an die vom Modell berechneten Standorte mit hoher Wahrscheinlichkeit weiterer Vorkommen, soll schlussendlich zur Entdeckung noch unbekannter besetzter Nischen von I. horvathi in Österreich führen. Endresultat der Studie wird eine umfassende Art-Charakterisierung und eine Verbreitungskarte der potentiellen, als auch realisierten Habitate, entlang der nördlichen Verbreitungsgrenze der Kroatischen Gebirgseidechse in Österreich sein. Außerdem wird die Aussagekraft der Modellierung, die zukünftig auch als hilfreiche, flexible Methode in Bezug auf Artenschutz Anwendung finden könnte, getestet.

Fördersumme: 1.498 Euro

2) With the smell to success? The role of olfaction for locating deposition sites in a tadpole transporting frog (Eva Ringler & Andrius Pašukonis)

Erfolgreich geschnuppert? Die Rolle von Geruch beim Auffinden von geeigneten Wasserstellen während des Kaulquappentransportes

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Wenn Tiere nach mobilen Zielen suchen, wie etwa Fortpflanzungspartnern, Beute, oder anderen fluktuierenden Ressourcen, können sie nicht auf gelerntes Wissen zurückgreifen. Sie sollten stattdessen strategische Suchmuster entwickeln und/oder spezifischen Umweltreizen, so wie Geruch, folgen. Im vorliegenden Projekt wird die Bedeutung von olfaktorischen Reizen für das Auffinden von geeigneten Wasserstellen zur Abgabe von Kaulquappen bei der Pfeilgiftfroschart  Allobates femoralis untersucht. Zu diesem Zweck wurde ein Experiment geplant, in dem  zwei kürzlich entwickelte methodische Ansätze miteinander kombiniert werden: (1) das Versetzen von adulten Individuen in unbekannte Areale, und (2) die Applikation von Kaulquappen um Trageverhalten in adulten A. femoralis auszulösen. Im Speziellen wollen wir untersuchen, ob Geruch beim Auffinden von Wasserstellen in unbekannten Arealen behilflich sein kann. Die Ergebnisse werden wichtige Einblicke in Orientierungsmechanismen und Raumnutzungsstrategien bei tropischen Fröschen liefern. Die Antragsteller verwenden einen gezielten und neuartigen experimentellen Ansatz um zum ersten Mal in freier Wildbahn die Rolle von olfaktorischen Reizen für die räumliche Orientierung bei einem tropischen Frosch zu untersuchen.

Fördersumme: 3.200 Euro

Gesamt ÖFFH-Fördersumme: 4.698 Euro

Kooperationspartner:

Logo Zoo Wien

 

 

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