Projekte 2000

Artenschutzkonzept für die Smaragdeidechse (Lacerta viridis viridis)

ÖGH-Kennung: 2000a020P

ÖGH-Beteiligung: Co-Projektträger

Zeitraum: 01.05.2000 bis 17.10.2000

Projektnehmer / ausführende Personen (p.t.): Rudolf Klepsch, Heimo Schedl, Franz Tiedemann, Thomas Zechmeister

Die Smaragdeidechse ist in Österreich mit Ausnahme von Salzburg und Vorarlberg in allen übrigen Bundesländern nur regional und in Osttirol lokal verbreit. Gefährdung: In allen Bundesländern per Gesetz geschützt Rote Liste Österreich: stark gefährdet FFH Richtlinie: Anhang IV (streng zu schützende Tierart) Bemer Convention; Anhang Il streng geschützte Tierart, die weder gefangen, getötet, gehalten noch mutwillig zerstört werden darf). Trotz der relativ guten Erfaßbarkeit der Smaragdeidechse und den bisherigen feldherpetologiscben Bemühungen ergibt sich das Bild einer lückigen Nachweisverteilung, die eng mit der Verfügbarkeit xerothermer Restflächen korreliert. Die bisher bekannten österreichweiten Funddaten geben sicher einen Überblick über die Verbreitungssituation, doch sind gerade in Ostösterreich vor allem auch im Burgenland weitere Detailuntersuchungen notwendig, um ein schärferes Verbreitungsbild und damit einen geeigneteren Ansatz für ein Aktionsprogramm zu erlangen. Ernsthafter Schutz muß weit über die legislativen Bestimmungen hinaus, die Erhaltung der Lebensgrundlagen und Lebensräume zum Ziel haben. Dabei soll das geplante Artenschutzkonzept einen Beitrag leisten.

Projektbezogene Publikationen: keine

 

 

Einflußfaktoren auf die Höckerbildung bei Landschildkröten

ÖGH-Kennung: 2000a017P

ÖGH-Beteiligung: Darlehensgeber

Zeitraum: 01.03.2000 bis 01.12.2000

Projektnehmer / ausführende Personen (p.t.): Christian S. Wiesner

Kurzbeschreibung: Bei der Aufzucht von Schildkröten der Familie Testtudinidae (Landschild­kröten) tritt sehr häufig Höckerbildung, d.h. ein zeltförmiges Wachstum der den Hornplatten zugeordneten Rückenpanzerbereiche auf. Dies ist bei den allermeisten Landschildkrötenarten keineswegs physiologisch und kann bei stärkerer Ausprägung zu Behinderungen führen, welche die Lebensqualität der Tiere entscheidend beeinträchtigt. Daher gilt die Panzerform in herpetologischen wie terraristischen Kreisen als ein wichtiger Indikator für die artgerechte und gesunde Aufzucht von Schildkröten. Die Ursachen und die Pathogenese dieser Wachstumsstörung sind noch größtenteils unbekannt, als mögliche Einflußfaktoren werden die Nahrungszusammensetzung sowie die Wachstumsgeschwindigkeit genannt.

Fragestellung: Welche Haltungs und Fütterungsfaktoren fuhren zur Höckerbildung bei Landschildkröten?

Ergebnisse und Schlußfolgerungen: Die wesentliche Intention der Dissertation ist neben dem Gewinn an Wissen über die Entstehung der betreffenden Wachstumsstörung die praktische Umsetzbarkeit der gewonnenen lnformationen. Daher sollen nach dem Präsentieren der Ergebnisse konkrete Haltungs und Fütterungsempfehlungen für juvenile Landschildkröten ausgearbeitet und formuliert werden.

Projektbezogene Publikationen:

Wiesner C. (2002): Der Einfluss von Umgebungsfeuchtigkeit und Eiweissgehalt der Nahrung auf die Panzerhöckerbildung von Spornschildkröten (Geochelone sulcata). Diss. Vet. Med. Univ. Wien, pp 29.

 

  

 

 

 

 

 

 

 

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