Projekte 2016

Projekt des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Fraktion Reptilien

ÖGH-Kennung: 2016b023P

ÖGH-Beteiligung: Co-Projektträger

Zeitraum: 10.10.2016 bis heute

Projektnehmer / ausführende Personen (p.t.): ÖGH-Landesgruppe Steiermark, W. Kammel

Projektziel ist, in den Jahren 2017 - 2019 Verbreitungsdaten von ausgewählten Organismengruppen in der Steiermark zu gewinnen. Diese Gruppen beinhalten auch die Reptilien, die Amphibien wurden auf Grund von Überschneidungen mit anderen Projekten vorläufig ausgeklammert. Fundmeldungen seitens der Bevölkerung und der Berg- und Naturwacht werden über die Plattform www.naturbeobachtung.at erfasst. Das Projekt umfasst auch Öffentlichkeitsarbeit, Fortbildung u. ä. Die ÖGH-LG Stmk wird zu diesem ÖNB-Projekte fachliche Beratung, Hilfe bei Bestimmungsanfragen, Datenvalidierung, Teilnahme an Meetings und Fortbildungsveranstaltungen als Subbeauftragte der Berg- und Naturwacht beitragen.

Projektbezogene Publikationen: keine

 

Status des Feuersalamanders am Arealrand in den Salzburger Zentral- und Schieferalpen

ÖGH-Kennung: 2016a007P

ÖGH-Beteiligung: Co-Projektträger, gemeinsam mit der Herpetologischen Arbeitsgemeinschaft und dem ÖNB, gefördert von den Firmen Hofer KG und Spitz GmbH

Zeitraum: 01.04.2016 bis 30.04.2017

Projektnehmer / ausführende Personen (p.t.): Peter Kaufmann, Andreas Maletzky

Zielvorgaben des Projektes sind (1) die Verbesserung des Wissenstandes zu Verbreitung und zu den Lebensräumen des Feuersalamanders am Arealrand in der Grau-wackenzone und den Zentralalpen, (2) die Evaluierung von nachweislichen Fundorten mit Bewertung der aktuellen Lebensraumsituation und Formulierung von Erhaltungs- bzw. Verbesserungsmaßnahmen der Lebensräume sowie zum Biotopverbund und (3) verstärkte Öffentlichkeitsarbeit im Untersuchungsraum.

Projektbezogene Publikationen:

Maletzky A., Kaufmann P., Ankel D., Krupitz W., Lipovnik C., Müller M., Niedrist A., Nussbaumer S., Schwaighofer W., Schweinitzer G., Weber M., Meikl M. (2016): Isolierte Vorkommen des Feuersalamanders (Salamandra s. salamandra) in den Zentral- und Schieferalpen Salzburgs. Poster. Internationale Fachtagung zum Lurch des Jahres. Basel, 19.-20.11.2016.

 

Herpetofauna gemäߧ 11 der FFH-Richtlinie in der Steiermark: Konzepterstellung und Vorarbeiten mit der Antragsnummer ABT13-56L-212/2015-1

ÖGH-Kennung: 2016a005P

ÖGH-Beteiligung: Projektträger

Zeitraum: 16.03.2016 bis heute

Projektnehmer / ausführende Personen (p.t.): Werner Kammel & ÖGH-Landesgruppe Stmk

Kurzbeschreibung: Gemäß Art. 11 der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) ist für in Anhang II, IV und V gelistete Arten ein Monitoring durchzuführen. Dafür ist vorab eine Auswertung vorhandener Datengrundlagen erforderlich. Die darauf basierende Auswahl von Bearbeitungsflächen ist jedoch hinsichtlich Aktualität und Durchführbarkeit quantitativ vergleichbarer Erhebungen zu prüfen. Die für ein Monitoring erforderliche Methodik wird entsprechend vorhandener Richtlinien und Erfahrungswerte definiert. Es erfolgt eine Besichtigung und Beschreibung ausgewählter Standorte hinsichtlich artspezifisch bedeut­samen Lebensrauminventars sowie eine Verortung von Untersuchungsflächen und/oder Transekten. Im Rahmen dieses Projektes werden für FFH-relevante Amphibien- und Reptilienarten 100 Untersuchungsstandorte untersucht, festgelegt und beschrieben.

In diese Erhebungen sollen auch Bestandserfassungen zu betreuten Amphibienwander­strecken einbezogen werden. Hierfür sind jedoch entsprechende Fortbildungsmaßnahmen erforderlich. Begleitend dazu wird eine Broschüre zur Erkennung und Berücksichtigung von Amphibienarten der Anhänge II und IV der FFH-RL an betreuten Wanderstrecken verfasst und hergestellt.

Über eine reine Erfassung von Bestandstrends betroffener Arten hinausgehend werden für betroffene Untersuchungsflächen Maßnahmen zur Förderung und Erhaltung vorkommender Arten formuliert. Die bei tatsächlicher Umsetzung von Schutzmaßnahmen resultierende Konfliktsituation zwischen Arterhalt und wissenschaftlicher Dokumentation wird erläutert.

Auf Basis des vorliegenden Projektes wird ein EU-konformes langfristiges Monitoring vorbereitet. Zudem wird eine Wissensbasis zum einen für Schutzmaßnahmen an ausgewiesenen Untersuchungsflächen, zum anderen für die Berücksichtigung FFH-relevanter Arten an betreuten Amphibienwanderstrecken geschaffen.

Projektbezogene Publikationen:

Kammel W. (2016): Arterkennung und Berücksichtigung EU-geschützter Arten an betreuten Amphibienwanderstrecken. Broschüre. Das Land Steiermark, Naturschutz; Graz: 12 pp.

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